In einem gemeinsamen Appell ("Forderungen an die künftige Bundesregierung zur Aufnahme in den Koalitionsvertrag") wenden sich die Bürgerinitiativen entlang der Rheintalschiene(n) an die Parteien der neu zu bildenden Bundesregierung.

AToKK schließt sich diesem Appell an, damit sich in Sachen Lärmschutz auf bundespolitischer Ebene endlich etwas tut!

 

Hier finden Sie den Appell:

Forderungen an die künftige Bundesregierung zur Aufnahme in den Koalitionsvertrag

Der Forderungskatalog:

1. Lärmvorsorge für alle

2. Gesamtlärm-­Beurteilung

3. Bestandsschutz-­Einschränkungen

4. Nachtruhe‐Anspruch

5. Berechnungen und Bewertungen zum Schutz von Leben und Gesundheit

6. Transparenz bei  Aktivitäten und Lobbyeinflüssen

7. Sofortige Umsetzung

 

Weitere Informationen zu der Initiative gibt es hier.

 

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Noch 20 Jahre Lärm?!

AToKK im Gespräch mit Bahn und Gemeinde

Bürger sollen sich bemerkbar machen

GUNDELFINGEN (6.07.2015). Die Bürgerinitiative AToKK e.V. begrüßt die Neuigkeiten zum 3. und 4. Gleis. „Bahn, Bund und Land sind sich einig geworden, dass die Menschen entlang der Nord-Süd-Tangente von Lärm entlastet werden müssen“, resümiert Karl-Christof Paul als Vorsitzender das Ergebnis der Verhandlungen. „Es ist gut, dass es eine neue Trasse entlang der Autobahn gibt“.

Und weiter: „Wir freuen uns auch für die dortigen Menschen, dass Bund Land und Bahn über das gesetzliche Maß hinaus zwei Milliarden zusätzlich für Lärmschutz investieren.“

Für Anwohner der alten, bestehenden Trasse bedeutet die neue Trasse allerdings bis dato keine Verbesserungen. „Wir können nicht 20 Jahre warten, bis hier ein durchgängiger Lärmschutz kommt“, so Paul. „Wir fordern eine Gleichbehandlung der Menschen entlang der Trassen und einen wirkungsvollen Lärmschutz an der Alten Trasse so schnell wie möglich!“

Die bestehenden Lärmschutzmaßnahmen entsprächen nicht mehr den heute erforderlichen Schallschutzanforderungen. Ganz verheerend ist die Situation in den Bereichen, in denen bis jetzt gar kein Lärmschutz vorhanden ist. „Jeder, der an der Bahnlinie wohnt, merkt, dass die Fahrfrequenzen und die Lärmbelästigungen zunehmen“, so Paul. Dies könnten Bahn und Politik nicht ignorieren. Auch die Schleifarbeiten, nach denen die Fahr- und Bremsgeräusche auf dem Gleiskörper seit Wochen lauter und quietschender geworden sind, stellen massive akustische Belastungen dar. Und das nicht nur für Anwohner entlang der Bahnstrecke. Auch in Wildtal und in der Ortsmitte Gundelfingens sind die Geräusche zu hören.

Nach dem Gespräch im Bundesverkehrsministerium in Berlin im Dezember 2014 mit Staatssekretär Enoch Ferlemann und Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter wendet sich ATOKK nun an den Konzernbevollmächtigen der Deutschen Bahn, Sven Hantel. Bei einem Ortstermin soll die akute Situation besprochen werden.

Bis dahin führt AToKK auch vor Ort Gespräche mit den politisch Verantwortlichen. Bei einem Termin it Bürgermeister Raphael Walz wird AToKK die Gemeinde Gundelfingen auffordern, sich noch mehr als bisher für ein Lärmschutzkonzept zu engagieren. Als ersten Schritt schlägt AT0KK umfassende Lärmmessungen der Gemeinde vor. “Wir brauchen eine Datengrundlage, um mit neutralen Fakten auf die Lärmproblem Gundelfingens aufmerksam zu machen“, ist sich der Vorstand Manfred Cremer sicher. „Da muss auch die Gemeinde ihre Hausaufgaben machen“.

Zudem fordert AToKK auch die Bürger auf, sich mit Ihren Fragen und Anliegen an Gemeinde, Land, Bund und Bahn zu wenden. Erste Schreiben von Bürgern gegen die schrill tönenden, geschliffenen Schienen gingen bereits bei der Bahn ein.

„Wir müssen uns bemerkbar machen“, so Cremer. „Sonst wird es noch 20 Jahre Bahnlärm in Gundelfingen geben“.

Hintergrund:

In Gundelfingen zweigt die jetzige Güterbahnlinie vom normalen Gleis ab. Erst im Markgräfler Land kommen Güter- und Personenverkehr wieder zusammen. Daher hat Gundelfingen eine eindeutige Sonderstellung. Lärmschutzmaßnahmen wurden in Gundelfingen nur in 30 Prozent des betroffenen Gebiets umgesetzt, allerdings nach den damaligen Standards, die sicher nicht mehr dem neusten Stand der Technik entsprechen. Der Lärmschutz besteht nur abschnittsweise, nach der immer noch bestehenden gesetzlichen Regelung, was einem Flickenteppich entspricht.

Besuch Bundesverkehrsministerium

Zu Besuch im Bundesvekehrsministerium: Werner Steger, Enak Ferlemann (Staatsminister), Bernhard Dechant, Rita Schwarzelühr-Sutter (Staatsministerin), Karl-Christof Paul, Raphael Walz (v.l.)

Pressemitteilung, 09.01.2015: Besuch der BI ATOKK im Bundesverkehrsministerium

Die Bürgerinitiative ATOKK e.V. hatte gemeinsam mit dem designierten Bürgermeister der Gemeinde Gundelfingen Raphael Walz zum Jahresende die Gelegenheit, im Bundesverkehrsministerium in Berlin ihre Vorstellungen zum Thema Lärmschutz im nördlichen Breisgau vorzustellen.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Katastrophenschutz entlang der Bahnstrecke.

Das Gespräch mit Staatssekretär Enak Ferlemann (Bundesverkehrsministerium) und Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (Bundesumweltministerium) diente der Standortbestimmung zum Thema Lärmschutz an der bestehenden Trasse. Die Bürgerinitiative ATOKK, vertreten durch Karl-Christof Paul (Vorsitzender) sowie den Vorstandsmitgliedern Bernhard Dechant und Werner Steger, erläuterte die Situation der Anwohner der Bestandsstrecke im nördlichen Breisgau.

Die Rheintalstrecke gehört zu den meist befahrenen Strecken in Deutschland. Durch die zunehmende Zahl der Züge l erhöht sich die Belastung für die betroffenen Bürger. Abhilfe kann durch den Bau des 3. und 4. Gleises geschaffen werden. Die Realisierung wird aber nach dem heutigen Stand nicht vor dem Jahre 2020 erfolgen. Es sei den Bürgern an der Bestandstrecke nicht zuzumuten solange ohne einen vernünftigen Lärmschutz zu sein, betonte Karl-Christof Paul.

Staatssekretär Ferlemann zeigte Verständnis für das Anliegen der Bürgerinitiative. Er sieht aber keine Möglichkeit von Seiten des Bundes zusätzlichen Lärmschutz an der Bestandstrasse zu unterstützen beziehungsweise zu finanzieren. Die Bahn habe in der Vergangenheit in Gundelfingen und im Übrigen nördlichen Breisgau Lärmschutz in den Gebieten gebaut, die vor 1974, dem Jahr des Inkrafttreten der Bundesimmissionsschutzverordnung, planfestgestellt wurden. Darüber hinaus hätten die Bahn und der Bund keine weiteren Verpflichtungen.

Die Bundesregierung setze sich auch für eine zügige Realisierung des Ausbaus der Rheintalstrecke ein. Er gehe aber davon aus, dass sich unabhängig davon die Situation der Anwohner von Bahntrassen in absehbarer Zeit deutlich verbessern werde. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) und Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) waren sich einig, dass die Verpflichtung, dass bis 2016 50 Prozent der Güterwagen mit deutlich leiseren LL-Sohlen umgerüstet sein müssen, umgesetzt wird. So stehe es im Koalitionsvertrag und daran werde nicht gerüttelt. Die Industrie habe die Kapazitäten dies umzusetzen und sei an einer entsprechenden Planungssicherheit interessiert. In diesem Zusammenhang verwies Rita Schwarzelühr-Sutter auch auf die Ankündigung der Schweiz, ab 2020 keine nicht umgerüsteten Güterwaggons auf den Schweizer Bahntrassen zuzulassen. Die Vertreter der Bürgerinitiative betonten, dass die Ansätze der Schweiz lobenswert und ein Vorbild für Deutschland seien, dass aber von Seiten des Besitzers der Bahn, nämlich vom Bund, mehr unternommen werden muss, um die betroffenen Bürger vor gesundheitsschädlichen Lärm zu schützen.

Staatssekretär Ferlemann sieht die Kommune in der Pflicht. Er betonte, dass die Kommunen nach 1974 trotz der bestehenden Bundesimmissionsschutzverordnung Bebauungsplangebiete entlang der Bahn ausgewiesen haben. Sie hätten dadurch einen Planungsgewinn erwirtschaftet. Daher haben die Gemeinden nun für den Lärmschutz Sorge zu tragen. Die Vertreter der Bürgerinitiative wiesen darauf hin, dass dies so finanziell sicher nicht zu machen sei. Darüber hinaus habe es von Seiten der Bahn bisher nur ablehnende Reaktionen auf die Einbeziehung der Bürger und der Gemeinden gegeben. Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter und Staatssekretär Enak Ferlemann versprachen der Bürgerinitiative ATOKK den entsprechenden Kontakt mit den zuständigen Stellen der Bahn herzustellen und regten an, dass sich die Bürgerinitiative ATOKK im Projektbeirat für die Neubaustrecke einbringen sollte.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Bürgerinitiative ist der Katastrophenschutz entlang der Bahntrasse. Paul verwies auf die Ereignisse in Müllheim, die im süddeutschen Raum noch sehr gut in Erinnerung seien. Ausgehend von diesem und auch anderen Ereignissen ist die Angst in der Bevölkerung vor einer Katastrophe im Bereich der Bahn groß. Man kann jeden Tag beobachten, welche, teilweise sehr gefährlichen, Frachten die Bahn transportiert. Staatssekretär Ferlemann betonte, dass die Bahn ein sehr sicherer Verkehrsträger sei und jeder Unfall im Detail aufgearbeitet werde, um die Risiken weiter zu minimieren. Bei größeren Unfällen würde dem Verkehrsausschuss des Bundestages berichtet.

Pressekontakt:          Claudia Warth, Tel. 0761-58539224,

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GUNDELFINGEN (clw). Am Montag, 5. Mai, demonstrierten mehr als 150 Gundelfinger BürgerInnen gegen den Bahnlärm.

ATOKK e.V. bedankt sich bei allen, die mitgewirkt haben.

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Wir freuen uns über die Unterstützung und den Mut zum Mitmachen bei der ersten Gundelfinger Demonstration (überhaupt). Gemeinsam konnten wir ein Zeichen gegen den zunehmenden Bahnlärm und den ungenügenden Katastrophenschutz setzen.

Wir berichten auf dieser Homepage über die weiteren Entwicklungen.

 

 

Am 29.01.2014 wurde aus der Bürger-Initiative ein Verein.

Die Badische-Zeitung berichtet ( hier klicken, um den Artikel zu lesen )

 

 

Unsere Veranstaltung "Wie wehren wir uns erfolgreich gegen den Bahnlärm ?" am 06.11.2013 mit Dr. Roland Diehl fand großes Interesse.

Die Badische Zeitung berichtet  "Sie müssen sich beschweren" (veröffentlicht am Di, 12. November 2013 auf badische-zeitung.de)

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